Stierkämpfe

Die touristische Rubrik: Eure liebsten Städte und Landschaften in Frankreich

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Stierkämpfe

Beitragvon nebenstelle » Di, 16. Jun 2009 23:30

Mal wieder was für unsere Südfraktion :mrgreen:

Die Stierkämpfe

Hatten wir noch nicht, nicht? Mal abgesehen vom fest gegebenen Versprechen von souris, aus ihren Söhnen wagemutige Raseteurs zu machen :lol: :lol:

Südfrankreich bzw. die Camargue unterscheiden zwischen zwei verschiedenen Formen von Stierkampf, nämlich

a) den Courses Camarguaises, diesen unblutigen Geschicklichkeitsspielen, wo es darum geht, dem Stier eine Kokarde und ein paar Bändel von Stirn und Hörnern zu reissen.

Bild

und

b) den Corridas, den Stierkämpfen im herkömmlichen (spanischen) Sinn, bei denen der Stier in einem Kampf nach streng definiertem Zeremoniell vom Matador getötet wird.

Bild

Beide Formen kommen in Südfrankreich vor, Form a) gilt als typisch für die Camargue, sie wird mit Stieren von der Camarguerasse (mit nach oben gewölbten Hörnern) ausgetragen. Form b) ist ebenso beliebt wie hochumstritten, sie wird mit Stieren der spanischen Rasse (mit horizontalen Hörnern) ausgetragen.

Die wichtigsten Kämpfe der Course Camarguaise finden in den Arenen von Arles bzw. Nîmes statt, namentlich die Finalspiele (im Jahreswechsel einmal in der einen, einmal in der andern dieser historischen Herrschaftsstädte der Camargue). Während der Saison gibt es aber in praktisch jedem Dorf und Städtchen in der Gegend kleinere und grössere Wettkämpfe.

Na, zu welcher Fraktion gehört Ihr?

Heissblutig oder geschickt?
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Beitragvon Mislep » Mi, 17. Jun 2009 12:12

Im Südwesten wird die course camarguaise course landaise genannt :grin:
Als Kind, als wir zu der Großmutter in juli fuhren, habe ich diesen Courses oft beigewohnt. Die blutige Version nur einmal, und das ist eine schreckliche Erinnerung... Der Matador hatte schlecht gezielt und die Lunge des Stiers erreicht, die nach einer Weile voll mit Blut waren, so dass er Blut durch die Nase ausatmete... Das war klar, dass er leidete, und der Matador war so überrascht, dass er nicht mehr wusste, was er tun sollte... obwohl die Zuschauer ihm befahlen, das Tier zu töten :cry:
Am Ende des Shows war das Fleisch der getöteten Stiere zum Kaufen bereit :grin:
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Beitragvon nebenstelle » Mi, 17. Jun 2009 12:47

Mislep hat geschrieben:Im Südwesten wird die course camarguaise course landaise genannt :grin:
Danke für die Ergänzung, Mislep! Und 'schulligung, dass ich den Südwesten unterschlagen habe :wink: . Würde sagen, ich gehe einmal nach Lourdes zur heiligen Bernadette, um Abbitte zu leisten :mrgreen:

Mislep hat geschrieben:Der Matador hatte schlecht gezielt
Sowas hab ich auch mal erlebt, in einer etwas improvisierten "Feld"-Arena am Rand der Camargue, wo der Nachwuchs trainiert wird. Der Stier war zwar noch klein, aber der Matador auch. Und er hatte offensichtlich nicht genügend Kraft in seinem Arm und Treffsicherheit, um den Stier in einem Streich zu erlegen...

Das waren lange und qualvolle Minuten... :( :S
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Beitragvon cri-zi » Mi, 17. Jun 2009 17:46

Also ich bin ein absoluter Fan der courses camargaises Die Corrida schaue ich aus Prinzip nicht an. Aber zu Ferien im Süden gehört bei mir eine course. Letztes mal hatten wir sogar Gelegenheit, eine Show der Basken zu erleben, die das Ganze ja noch ein wenig artistischer gestalten.(Das wäre dann wohl die course landaise.) Sie machen Saltos über die Tiere weg usw. Während in der Camargue ja einfach die Dorfjugend sich tummelt. Und immer dürfen die Tiere nachher wieder auf die Weide - sehr schön!
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Beitragvon Cristobal » Mi, 17. Jun 2009 22:25

Einem Corrida-Besucher würd ich ja nichts sehnlicher wünschen als 1 Monat Praktikum auf dem Schlachthof... da geschehen wahre Wunder.... vor allem sind es da die Araber die die Rinder schlachten... komischer weise...
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Beitragvon lilo » Mi, 17. Jun 2009 22:32

Die Corrida eckelt mich an und ich verstehe beim besten Willen nicht, warum so was Barbarisches zugelassen wird. Ich bin aus Prinzip gegen courses camargaises und natürlich gegen diese blutige, grausame Corridashow. Wenn ich mir so was ansehen muss, denke ich, dass wir in Sachen Menschlichkeit keine Fortschritte gemacht haben. Wenn es nach mir ginge, würde ich diese blutrunstigen Horden von Südfranzosen umerziehen, indem sie allein mit (oder gegen eine?) einer richtig grossen Herde um ihr Leben laufen müssten....Ich weiss, dass es sich kindisch anhört, aber nein...Hoffentlich sterben irgndwann diese furchtbaren Bräuche aus!
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Beitragvon cri-zi » Mi, 17. Jun 2009 22:41

Was hast du gegen die courses camargaises? Da werden die Tiere doch gar nicht über Gebühr strapaziert? nach ein paar Durchgängen dürfen sie ja wieder raus und die nächsten sind dran. Wenn es die courses camargaisese (und landaises) nicht mehr gäbe, müsten die ganzen manades zumachen, und wir könnten nicht mehr die halbwilden Stiere der Camargue bewundern. Dann würde auch ein Großteil der Pferde überflüssig, und schließlich würde die Struktur der Camargue sich völlig verändern.
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Beitragvon al » Mi, 17. Jun 2009 22:43

corridas?

1.jedem der diesem gemetzel beiwohnt und es für sich positiv empfindet, sollte tief in sich hineinschauen und über das warum nachdenken.

2. sollte er sich nach der show oft genug umdrehen, denn es könnte sein, das ihn jemand mit einem stier verwechselt :twisted:
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Beitragvon Cristobal » Mi, 17. Jun 2009 23:02

...is halt so'n ziemliches Macho-Teil so ein Stierkampf (wenn ich mir dies als Nichtfrau erlauben darf zu sagen), mit vorzeitlichem Wildhüter-Touch, manchmal blutig aber immer in feinster Gadarobe und in Balletschuhen :grin:
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Beitragvon cri-zi » Do, 18. Jun 2009 00:00

nochmal ganz deutlich: ich habe nie einer Corrida beigewohnt und werde das auch nie tun. Aber ich bin und bleibe ein Fan der courses camargaises.
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Beitragvon edwin » Do, 18. Jun 2009 16:04

als ich noch im süden :mrgreen: wohnte,war ich ein paar mal auf eine corrida eingeladen.ich bin zweimal dabei gewesen aus neugier und um mir selber ein bild zu machen. :eek: :( das muss ich mir seit dem nicht mehr antun......
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Beitragvon Avonlea » Do, 18. Jun 2009 19:35

Ich habe mir das noch nie angeschaut. Muss auch nicht sein. Die blutigen Stierkämpfe sicher aus Prinzip nicht, und die Course Camargaise hat mich nie interessiert.
Was hat es aber mit diesen Toro Piscine auf sich? Davon habe ich gehört und eine Freundin sagte, dass sie das lustig findet. Da steht ein Schwimmbecken mitten in der Arena, aber wozu?
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Beitragvon edwin » Do, 18. Jun 2009 22:11

es gibt eine tv-version
http://fr.wikipedia.org/wiki/Intervilles
das ist so eine art von spiel-ohne-grenzen
wo jeden sommer verschiedene städte gegeneinander antreten.ein "kernstück"ist le jeu avec la vachette
aber da ist die kuh immer NICHT das opfer.... :grin:
:wink:
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Beitragvon michelmau » Fr, 19. Jun 2009 11:16

Bin als Tierfreund ein entschlossener Gegner jener blutigen und grausamen Spiele. Daß Leute sich beim Anblick des Leidens eines Tiers vergnügen können.........oléééééééééé, find ich empörend! Hab immer davon geträumt, daß das arme Tier seinen Folterer auf die Hörner nimmt und ihn dabei entmannt.

Wie Francis Cabrel in seinem herrlichen Lied "la corrida" singt, "ce soir la femme du torero pourra dormir sur ses deux oreilles= heut nacht wird die Frau des Toreros auf den Ohren liegen können!"

http://www.youtube.com/watch?v=w6lZNjqYyH8

:wink:
"C'est curieux chez les marins ce besoin de faire des phrases." (Maitre Fourasse in "Les Tontons flingueurs.")
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Beitragvon esge » Fr, 19. Jun 2009 21:24

Salut Michelmau
michelmau hat geschrieben: "ce soir la femme du torero pourra dormir sur ses deux oreilles= heut nacht wird die Frau des Toreros auf den Ohren liegen können!"


ist "auf den Ohren liegen" eine französische Redewendung? Habe vor einer Weile den Text übersetzt und lange über diese Zeile gegrübelt und am Ende mit: "Die Frau des Toreros wird heute Abend in Ruhe einschlafen" übersetzt, bin mir aber nicht sicher ob das überhaupt zutreffend ist.

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