Taxifahrer-Blockaden in frz. Großstädten

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Taxifahrer-Blockaden in frz. Großstädten

Beitragvon Woolito » Fr, 14. Feb 2014 11:20

Ephraim Kishon hat bereits vor einem halben Jahrhundert in seiner Reisesatire „Der seekranke Walfisch“ beschrieben, dass Pariser Taxifahrer eine Spezies sind, deren Dienste man nur mit besonderer Vorsicht in Anspruch nehmen sollte, soweit man überhaupt eine Möglichkeit dazu bekommt.
Seit einigen Tagen legen Taxifahrer in Paris und Marseille den Verkehr lahm, weil sie sich gegen unliebsame Konkurrenz wehren. Der Zorn der Pariser Taxifahrer richtet sich gegen das, was sie als "illoyale Konkurrenz" betrachten – die Zulassung sogenannter touristischer Fahrzeuge mit Chauffeur, kurz VTC (für voiture de tourisme avec chauffeur) genannt. Die lizenzierten Taxifahrer verlangen von der Regierung Ayrault, die Zulassung dieser Limousinendienste dauerhaft zu stoppen . EineVTC-Lizenz kostet nur etwa 120 Euro. Eine offizielle Taxilizenz ist zwar theoretisch kostenlos, da die Zahl aber begrenzt ist, beträgt die durchschnittliche Wartezeit 17 Jahre. Wer schneller an eine Lizenz will, muss sie von einem Alt-Inhaber erwerben. Für Taxifahrer stellt sie in der Regel die Altersversorgung dar. In Paris zahlt man für die Zulassung derzeit bis zu 260.000 Euro.
Wie sehr sich die Taxiunternehmen aber selbst in die Bredouille gebracht haben, zeigt der folgende Artikel. Mein Mitleid mit der Branche hält sich jedenfalls in Grenzen.

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... bleme.html

Bild
nachricht-5688.html#p62607 (Moderatorenbeitrag)
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Re: Taxifahrer-Blockaden in frz. Großstädten

Beitragvon jollylolly » Fr, 14. Feb 2014 21:16

Na, wie die Welt schreibt hat man sich über Jahre den Markt sozusagen gesichert.

Wobei es auch vor Jahren als es in Deutschland zu einer gewissen Liberalisierung im Taxengewerbe kam, auch nicht ganz ohne ärger abging. Weiß noch das es in Oldenburg(Oldb.) die damals noch üblichen beigen Taxen gab und sogenannte "rote" weil die Mietwagen wie sie heißen auch überall rumfuhren, sie durften eigentlich keine Fahrgäste an der Straße auflesen, aber das Wort eigentlich gibt's ja gar nicht und zum bestellen hatte man seitens des Mietwagensbetreiber ein Büro am Bahnhof wo man kurz reinging und sagte wohin man wollte während draußen die "rote" Taxe vorfuhr, meine in der Stadt selbst hätte es auch so eine Stelle gegeben.

Andere Taxibetreiber, holten sich noch ne Lizenz für Mietwagen dazu und fuhren dann halt ohne Schild auf dem Dach durch die Gegend. Müsste mich da nochmal einlesen, wie das heutzutage ist.
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Re: Taxifahrer-Blockaden in frz. Großstädten

Beitragvon Harry » Mi, 19. Feb 2014 06:45

In meiner Gemeinde kriegt man abends gar kein Taxi. Die haben keine Lust nachts durch die Gegend zu kutschen.

Also, was macht Man(n), wenn er mal ein Glas zuviel gepichelt hat: er fährt trotzdem.

Sinn oder Zweck dieser Regelungen: sind mir auch unbekannt.
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