Azouz Begag,stellt sich hinter Bayrou

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Azouz Begag,stellt sich hinter Bayrou

Beitragvon michelmau » Fr, 16. Mär 2007 12:29

Azouz Begag,beigeordneter Minister für Chancengleichheit hat erklärt,dass er die UMP (die Partei Sarkozys) verlassen und sich hinter François Bayrou stellen wird,nachdem Sarkozy erklärt hat ,er wolle ein Ministerium über Immigration und In tegration schaffen .
Hab mich persönlich immer gefragt ,was Azouz Begag in so einer Regierung macht.Er hat nämlich seine persönliche Geschichte in einem Lyonner "Bidonville"=Elendsviertel im Buch "Le gone du chaaba" erzählt.(Gone ist das Wort für Kind in der Lyonner Region,genauso wie Penz in Köln).Das Buch wurde später verfilmt.
Für diejenigen,die über Azouz Begag mehr erfahren wollen:

http://fr.wikipedia.org/wiki/Azouz_Begag
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Beitragvon Cristobal » Fr, 16. Mär 2007 19:08

Wenn ich mich nicht irre hab ich "Azouz Begag" mal bei einer Diskussion auf Arte TV gesehen. Das war im Anschluss an einen (ziemlich guten) Fernsehfilm über den (ursprünglichen) Anlass der Krawalle vorletztes Jahr (die beiden Jugendlichen die ins Trafohäuschen geflüchtet sind).

Kam mir ziemlich hilflos vor beim Versuch, einerseits die Regierungspolitik zu vertreten und andererseits zu sagen was er eigentlich denkt.
So der Standardspruch war: "Ja wir tun was, es haben sich schon viele Unternehmen im Land bereit erklärt jetzt auch Jungendlichen aus den Banlieus eine Chance zu geben"

Wahrscheinlich hat er wirklich gedacht er kann am Regierungstisch etwas erreichen. Letztendlich aber war er dann wohl doch nur ein Feigenblatt der Regierung Villepin.

Naja, mir ist dieser François Bayrou noch nicht ganz klar. Wie kann man ihn einordnen, wäre er auf der anderen Seite des Rheins aktiv?
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Beitragvon michelmau » Fr, 16. Mär 2007 19:20

[quote="Cristobal"]
Wahrscheinlich hat er wirklich gedacht er kann am Regierungstisch etwas erreichen. Letztendlich aber war er dann wohl doch nur ein Feigenblatt der Regierung Villepin.

:wink: :wink: :wink: Ja,klar! :wink:
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Re: Azouz Begag,stellt sich hinter Bayrou

Beitragvon Sonka » So, 18. Mär 2007 23:12

michelmau hat geschrieben:Hab mich persönlich immer gefragt ,was Azouz Begag in so einer Regierung macht.Er hat nämlich seine persönliche Geschichte in einem Lyonner "Bidonville"=Elendsviertel im Buch "Le gone du chaaba" erzählt.
Aber was hat denn das eine mit dem anderen zu tun????
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Re: Azouz Begag,stellt sich hinter Bayrou

Beitragvon michelmau » Mo, 19. Mär 2007 08:34

Sonka hat geschrieben:
michelmau hat geschrieben:Hab mich persönlich immer gefragt ,was Azouz Begag in so einer Regierung macht.Er hat nämlich seine persönliche Geschichte in einem Lyonner "Bidonville"=Elendsviertel im Buch "Le gone du chaaba" erzählt.
Aber was hat denn das eine mit dem anderen zu tun????


Von seiner sozialen und ethnischen Herkunft her hab ich nie verstanden,wie er so lange Zeit mit einer Regierung solidarisch sein konnte,die durch seinen Innenminister auf den Jagdgebieten der FN tätig ist und jeden Tag arme Leute dutzendweise oft gewalttätig aus unserem Land ausweist. :twisted:
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Re: Azouz Begag,stellt sich hinter Bayrou

Beitragvon Sonka » Di, 20. Mär 2007 13:45

michelmau hat geschrieben:
Sonka hat geschrieben:
michelmau hat geschrieben:Hab mich persönlich immer gefragt ,was Azouz Begag in so einer Regierung macht.Er hat nämlich seine persönliche Geschichte in einem Lyonner "Bidonville"=Elendsviertel im Buch "Le gone du chaaba" erzählt.
Aber was hat denn das eine mit dem anderen zu tun????


Von seiner sozialen und ethnischen Herkunft her hab ich nie verstanden,wie er so lange Zeit mit einer Regierung solidarisch sein konnte,die durch seinen Innenminister auf den Jagdgebieten der FN tätig ist und jeden Tag arme Leute dutzendweise oft gewalttätig aus unserem Land ausweist. :twisted:
:lol: Ist doch lustig, dass man noch mit solchen Klischees lebt. Ausländer sind meistens der Immigration gegenüber viel strenger als die Franzosen. :wink:
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Beitragvon Cristobal » Di, 20. Mär 2007 14:10

Nun aus Marseille weiß ich - dank der Romane von Jean-Claude Izzo - dass viele ehemalige Immigranten, z. B die Italiener heute oft für die FN stimmen, weil ihnen zu viele Immigranten ins Land kommen (Krasser Widerspruch :roll: )

Azouz Begag ist aber wohl jemand, dem das Los der Immigranten etwas bedeutet, der es verbessern will. Darum ist es etwas unverständlich, dass er sich gerade mit den Scharfmachern Sarkozy & Consorten an einen Tisch gesetzt hat. Stichwort: Karcherisierung.... Aber er hat wohl gedacht auf seiner Position genügend Einfluss zu haben die Situation der Immigranten zu verbessern.
Hat er sich wohl getäuscht. Für Sarkozy & Co hingegen war er ein willkommener Gast, ein sogenanntes Feigenblatt, dass nach aussen hin vorgaukeln sollte, wie bemüht man ist auf Seiten der Regierung sich um die Probleme der Immigration zu kümmern.

Hier in D gibt es auch eine Ausländerbeauftragte, die hin und wieder ein Schwätzchen im TV machen darf. Ihr Einfluss = 0
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Re: Azouz Begag,stellt sich hinter Bayrou

Beitragvon michelmau » Di, 20. Mär 2007 15:09

Sonka hat geschrieben: . Ausländer sind meistens der Immigration gegenüber viel strenger als die Franzosen. :wink:


Ist doch kein Grund mit den Wölfen zu heulen,oder? :wink:
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Re: Azouz Begag,stellt sich hinter Bayrou

Beitragvon Sonka » Do, 22. Mär 2007 00:00

michelmau hat geschrieben:
Sonka hat geschrieben: . Ausländer sind meistens der Immigration gegenüber viel strenger als die Franzosen. :wink:


Ist doch kein Grund mit den Wölfen zu heulen,oder? :wink:
Meinte ich auch gar nicht. Rede war davon, warum es erstaunlich sei, dass Begag bei einer Rechtsregierung war. Erstaunlich ist es gar nicht; wer mit Wölfen heult ist meiner Meinung nach ein ganz andere Frage.

Cristo, hier ist kein Widerspruch. Widerspruch gibt es nur für typische Franzosen (oder in deinem Fall, Deutsche), die gar nichts davon wissen, was emigrieren bedeutet, und die einfach denken, dass alles pro Immigration gut ist und alles gegen Immigration böse ist. Wenn man eigentlich alles hinter sich lässt, um in ein Land zu emigrieren, worin man sich leidenschaftlich verliebt hat, wovon man mit Mühe die Sprache gelernt hat, sowohl als auch die Sitten, wo man arbeitet, wo man man sich kurz gesagt völlig integriert, ist man nicht besonders davon begeistert, dass andere wider aller Gesetzen sich in dieses Land drängen, gar nichts machen wollen, sich nicht integrieren, vom System profitieren und noch dazu sagen, Frankreich sei Scheisse. Und auf diese Weise dazu beitragen, ein schlechtes Image von allen Ausländern zu verbreiten.

Ich kenne eine schöne grosse Menge Ausländer der ersten Kategorie, die eigentlich meinen, Sarkozy sei nicht streng genug und wir seien, Franzosen, zu dumm, dass wir "jegliche Scheisse der Welt in unser schönes Land aufnehmen" (dies ist nicht von mir, das zitiere ich!). Die haben aber keine bürgerliche Ehrenrechte, deshalb sieht man sie in keiner Regierung, on link, recht oder sonst noch was.
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Beitragvon Cristobal » Fr, 23. Mär 2007 09:26

Es ist insofern ein Widerspruch, weil die ehemaligen Immigranten ja eigentlich wissen sollten wie schwer das Leben als Einwanderer ist, dass man sich gegen Vorurteile und Ablehnung behaupten muss. Die Ursache, dass sich die heutige Immigrantengeneration derart schwer integriert liegt neben durchaus bestehenden kulturellen Unterschieden in erster Linie in der Tatsache, dass alles getan wird, dass sie als GRUPPE aussen vor bleibt:
Ins Ghetto gesprerrt ein paar lumpige Euro hinterher und: dann lernt mal Einheimisch zu werden. In Wahrheit will man es doch gar nicht, weil, wenn sie mal die Sprache beherrschen, dann könnten sie einem ja den Arbeitsplatz wegnehmen.

Hier war in der Glotze (Fernseher) vor einiger Zeit mal ein Bericht über eine türkische Familie, die in den 70er Jahren nach D eingewandert ist. In ihrem Viertel gab es viele Einheimische, der Kontakt zu den Menschen war leicht hergestellt, man hat kommuniziert und sich "abendländisch" gegeben. Mit zunehmender Zeit ist das Viertel mehr und mehr zum Ausländerviertel geworden, sprich die Einheimischen sind weggezogen, u. a. weil sie auch dank der Ausländer auf der sozialen Leiter ein Stück emporgeklettert sind und weil, wenn du in einem Ausländerviertel lebst, wirst du selbst Opfer des schlechten Renomées, das solch ein Viertel genießt. Ergebnis: Heutzutage kehrt diese Einwanderer-Familie zu ihren "orientalisch" sprich islamischen Wurzeln zurück.

Der Begründung warum viele Ex-Immigranten die heutigen Immigrantengenerationen derart ablehnen ist - wie auch deinem Text schon zu entnehmen ist - ist vorwiegend wirtschaftlicher Natur. Der Anteil der Ex-Immigranten die der Gruppe der sozial Schwachen in der Gesellschaft angehören ist ziemlich hoch. Mit jedem Zuwanderer erhöht sich der wirtschaftliche Druck auf sie weiter. Zukunftsangst und Sozialneid sind also die Hauptmotive eines solchen ablehnenden Verhaltens. Ich kann das durchaus verstehen, hab aber kein Verständnis dafür.

Man muss auf die Ursachen der Einwanderung von gestern und heute schauen. Keiner hat sich verliebt und ist freiwillig in das Land seines Exils gezogen, jeder musste gezwungener Maßen seine Heimat verlassen um zu überleben. Warum dem so ist das liegt auf der Hand. Wir im Abendland leben schon seit Jahrhunderten von den Früchten der fernen Kontinente. Mit unserer militärischen und wirtschaflichen Überlegenheit haben wir sie ausgepresst wie Zitronen. Heute schicken wir ein paar Schalen zurück um unser Gewissen zu beruhigen. Aber das wird nicht reichen um a) Gerechtigkeit zu schaffen und b) dem Einwanderungsdruck zu widerstehen.
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Beitragvon michelmau » Fr, 23. Mär 2007 21:21

Fast jeden Tag empfange ich Mails vom "Netzwerk Erziehung ohne Grenzen".
Fast jeden Tag werden Kinder von Polizisten an der Schule abgeholt ,weil ihre Eltern "Sans Papiers" sind.Kinder,die oft gut integriert sind und die Heimat ihrer Eltern nicht einmal kennen, sollen irgendwohin ausgewiesen werden.Das erinnert uns an finstere Zeiten unserer Geshichte.

Hier ein Text vom Netwerk,der nicht neu ist,aber alles besser erklärt,als ich es selbst machen könnte.

http://www.educationsansfrontieres.org/ ... article168

:cry:
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Beitragvon michelmau » Sa, 24. Mär 2007 09:19

Noch ein Text in deutscher Sprache über das Thema :"Jagd auf Kinder":

http://www.educationsansfrontieres.org/ ... rticle4738 :wink:
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Beitragvon Sonka » Di, 27. Mär 2007 00:04

Cristobal hat geschrieben:Hier war in der Glotze (Fernseher) vor einiger Zeit mal ein Bericht über eine türkische Familie, die in den 70er Jahren nach D eingewandert ist. In ihrem Viertel gab es viele Einheimische, der Kontakt zu den Menschen war leicht hergestellt, man hat kommuniziert und sich "abendländisch" gegeben. Mit zunehmender Zeit ist das Viertel mehr und mehr zum Ausländerviertel geworden, sprich die Einheimischen sind weggezogen, u. a. weil sie auch dank der Ausländer auf der sozialen Leiter ein Stück emporgeklettert sind und weil, wenn du in einem Ausländerviertel lebst, wirst du selbst Opfer des schlechten Renomées, das solch ein Viertel genießt.
Da sprichst du ganz unlogisch. Wenn der Viertel mal so toll wäre, wie du ihn beschrieben hast, warum hätte er denn einen schlechten Ruf? Macht doch überhaupt keinen Sinn... Und was den schlechten Ruf betrifft, hat man ja immer auch die Wahl, den Viertel zu verlassen. Ist auf keinen Fall leicht, dafür muss man grosse Opfer bringen, aber das ist nicht nur möglich, sondern der einzige Weg. Ich keine einige Menschen, die es tun, obwohl es ihnen sehr viel kostet, weil sie wissen, wenn sie im Ausländerviertel bleiben, werden sie nie integriert.

Cristobal hat geschrieben:Der Begründung warum viele Ex-Immigranten die heutigen Immigrantengenerationen derart ablehnen ist - wie auch deinem Text schon zu entnehmen ist - ist vorwiegend wirtschaftlicher Natur.
Ich redete auf keinen Fall von Ex-Immigranten, sondern von der heutigen Generation. Leute, die vor max. 5 Jahren eingewandert sind nenne ich heutige Generation.

Cristobal hat geschrieben:Man muss auf die Ursachen der Einwanderung von gestern und heute schauen. Keiner hat sich verliebt und ist freiwillig in das Land seines Exils gezogen, jeder musste gezwungener Maßen seine Heimat verlassen um zu überleben.
:lol: Natürlich war das mit dem Verlieben etwas übertrieben (obwohl es doch so einen gibt, eben mein Mann :) ) Die meisten wandern ja aus reiner Not. Aber dann gibt es 2 Kategorien: die die sich dann ins Land verlieben und sie nicht mehr verlassen wollen, auch wenn's ihnen schlimmer wird, als in der Heimat, und die es verteidigen; und die anderen, unter dessen man solche Sachen wie Frankreich ist scheisse hört (habe ich noch vor ein paar Tagen in der Schlange vor der Prefektüre gehört...)

Cristobal hat geschrieben:Warum dem so ist das liegt auf der Hand. Wir im Abendland leben schon seit Jahrhunderten von den Früchten der fernen Kontinente. Mit unserer militärischen und wirtschaflichen Überlegenheit haben wir sie ausgepresst wie Zitronen. Heute schicken wir ein paar Schalen zurück um unser Gewissen zu beruhigen. Aber das wird nicht reichen um a) Gerechtigkeit zu schaffen und b) dem Einwanderungsdruck zu widerstehen.
Das ist nur teilweise richtig. Wenn man dirs glaubte, würde es dann keine Immigration aus Russland zB geben, denn Russland war ja nie kolonisiert (und sogar umgekehrt...). Immigration kommt daher, wo es Armut gibt, und Armut weiss jedes Volk sich auch selbst zu schaffen.
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Beitragvon Cristobal » Di, 27. Mär 2007 09:49

Da sprichst du ganz unlogisch. Wenn der Viertel mal so toll wäre, wie du ihn beschrieben hast, warum hätte er denn einen schlechten Ruf? Macht doch überhaupt keinen Sinn... Und was den schlechten Ruf betrifft, hat man ja immer auch die Wahl, den Viertel zu verlassen. Ist auf keinen Fall leicht, dafür muss man grosse Opfer bringen, aber das ist nicht nur möglich, sondern der einzige Weg. Ich keine einige Menschen, die es tun, obwohl es ihnen sehr viel kostet, weil sie wissen, wenn sie im Ausländerviertel bleiben, werden sie nie integriert.


Wieso unlogisch? Am Anfang ist es ein Viertel wie jedes andere. Mit zunehmenden Zuzug von Immigranten/Fremdarbeitern wird es zum Ausländerviertel. D.h. das Viertel "kommt herunter" (es wird schlecht). Aber nicht weil die Ausländer so assozial sind, sondern weil sich keiner mehr drum kümmert. Es wird sozusagen stigmatisiert. Die Wohngegend ist schlecht. Da aber keiner ausser vielleicht die Punks und Freaks gerne aus einem Viertel mit schlechtem Ruf kommt, ziehen die Inländer um. Was zur Folge hat, dass sich Vermieter und Kommune noch weniger um das Viertel kümmen. Am Ende heißt es aber immer: Die Ausländer wollen sich nicht integrieren, sie rotten sich in eigenen Vierteln zusammen und dann schaun die Viertel aus wie Müllhalden. Das ist eine einzige Lüge, eine Sauerei. Das ist Misswirtschaft und passt den Cowboys à la façon Sarkotzy oder hier Beckstein voll in den Plan.

Ausserdem: Grundsätzlich ist auch Mensch nicht gleich Mensch. Die einen haben ein gutes Händchen sich auch als Immigrant in der Gesellschaft zu behaupten, sprich sich zu assimilieren, andere wiederum weniger. Es gibt ja auch genug Deutsche die sich z. B. im Urlaub aufführen als wären sie in Deutschland. Anstatt, dass sie sich mit der Kultur des Urlaubslandes einlassen fressen sie Schnitzel und gröhlen deutsches Liedgut.


Ich redete auf keinen Fall von Ex-Immigranten, sondern von der heutigen Generation. Leute, die vor max. 5 Jahren eingewandert sind nenne ich heutige Generation.


Ich find es schlimm, wenn sich Immigranten gegen Immigranten richten. Vor allem jene die es geschafft haben sich zu integrieren, sollten glücklich sein, dass dem so ist. Nicht jeder Immigrant ist gleich Immigrant. Wenn du aus Afrika oder Arabien stammst ist der kulturelle Unterschied viel größer, als wenn du z. B. aus Russland kommst. Du bist in der Regel Muslim und als solcher bist du doch heut sowieso gleich Al Kaida, also potentieller Terrorist. Darüberhinaus gibt es auch eine Wertigkeit im Ansehen von Nationalitäten/Rassen etc. Und wer steht da ganz unten? Klar die Schwarzen (gegen die wenden sich auch noch die Rassisten) und dann schon kommen die Araber. Wahrscheinlich herrscht immer noch dieses Überlegenheitsgefühl vor : Wir das Abendland, die Eroberer und ihr die Eroberten...

Das ist nur teilweise richtig. Wenn man dirs glaubte, würde es dann keine Immigration aus Russland zB geben, denn Russland war ja nie kolonisiert (und sogar umgekehrt...). Immigration kommt daher, wo es Armut gibt, und Armut weiss jedes Volk sich auch selbst zu schaffen

Nun, das mit Russland oder besser der Sowjetunion würd ich jetzt mal als Spezialfall ansehen. Ich glaub auch nicht, dass die ganze Immigrantendiskussion um Menschen aus dem ehem. Ostblock geht. Sarkotzy ist ja selber einer. Das wirft ja ein derartig trübes Licht auf die Sache. Hier geht es um einen Kulturkampf. Occident gegen Orient. Da brauch ich bloß meinem Vater zuzuhören. Allgemein herrscht Angst vor kultureller sprich religiöser "Überfremdung"
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Beitragvon Cristobal » Di, 27. Mär 2007 10:12

michelmau hat geschrieben:Noch ein Text in deutscher Sprache über das Thema :"Jagd auf Kinder":

http://www.educationsansfrontieres.org/ ... rticle4738 :wink:


Dazu gibt es kaum noch was zu sagen. Vor allem herrscht ein üble Doppelmoral. Hier in D z. B. jammert man, dass es nicht mehr genügend Einzahler für die Sozialversicherungssysteme gibt (sprich vor allem die Rentenversicherung) Dabei sind es vor allem die kinderreichen Familien der Immigranten/Fremdarbeiter, die die Geldtöpfe füllen und füllen werden. Ich sag mir immer: Wenn die Deutschen keine Kinder mehr kriegen, nun ja, vielleicht wollen sie ja aussterben :lol: Aber irgendjemand muss ja nachkommen.... :wink:
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