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Cristobal

Anmeldedatum: 19.09.2006 Beiträge: 983 Wohnort: München/Minga
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Verfasst am: Mo, 07. Jul 2008 08:38
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| Zitat: | | Normen" und "Europa", das ist das nächste Reizwort |
Ich glaube hie und da in Deutschland hätte man nichts dagegen, wenn die Norm für den Motorhubraum europaweit auf 2,5 l festgeschrieben würde.
Allerdings weiß ich nicht warum man sich immer so über europäische Normen aufregt. Vor den europäischen Normen gabs die deutschen Normen (DIN )
Jetzt gibts halt die Europäischen. Sind wir doch froh drüber, denn von nun an gelten nicht nur die Deutschen als die Korinthenkacker Europas
| Zitat: | | mich haben auf dem Weg an die Côte d'Azur in Frankreich Hunderte überholt, die schneller als 135km/h fuhren oder in den Baustellen das Tempolimit nicht eingehalten haben. Viele waren auch nicht angeschnallt, weil sie wohl wegen laufender Telefonate dafür keine Zeit hatten. |
kann ich nicht bestätigen. Na vielleicht in den letzten zehn Jahren zusammengenommen. Mit 135 in F schwimmst du gut im Verkehr mit, während du mit 135 in D zum gefährlichen Hindernis mutierst gegen das man sich mit einem SUV-Straßenpanzer (Véhicule Utilitaire Sport) wehren muss (mein Beitrag zur Deutschen Neiddebatte *)
*Anmerkung für unsere franz. Freunde: In D gilt jeder als Neidhammel (mouton d'envie )/Neider/une personne envieuse - der sich keinen SUV (Véhicule Utilitaire Sport) leisten könnte/möchte
Also die Schrimps selber puhlen .... -> Weniger LKWs oder weniger gestresste Fahrer...
Allerdings ist es auch beim PKW so, dass die Verzögerungsdauer nicht nur abhängig ist von den Klassebremsen aus der EU, sondern auch abhängig von der Geschwindigkeit zu Beginn des Bremsvorgangs.
Kurzum: mit niedrigerer Anfangsgeschwindigkeit würden nicht so viele PKWs in die Stauenden krachen - ist doch auch schon mal was - mal abgesehen von diesen Kleintransportern, die mit 180 kmh Höchstgeschwindigkeit und ihren chinesischen Bremsen eigentlich schon einen Waffenschein bräuchten, wenn es der Verkehrsminister schon nicht auf die Reihe bringt, deren Höchstgeschwindigkeit auf 100-120 km/h zu limitieren.
Und was die intelligenten Systeme betrifft. Wenn man den technischen Fortschritt bei der Motoreffizienz nicht ganz bewusst hauptsächllich nur in die Erhöhung der kw-Leistung pro kg Autogewicht gesteckt hätte, sondern in die Herabsetzung von Verbrauch/CO2, wäre unsere Frau Merkel jetzt ein wenig glaubwürdiger. So gilt sie halt als eine glaubhafte Lobbyistin der Deutschen Autoindustrie mit weniger glaubhaften Umweltambitionen. Arme Ainschie Ein Glück nur das Mr Sarkozy gerne heiße Nägel mit schnellen Köpfen macht und einen passablen CO2-Kompromiss für Madame gestrickt hat
P.S.: wir sind jetzt im Kernenergie-Fred beim Auto gelandet - Falls erforderlich sollten wir vielleicht einen eigenen Autofred eröffnen - parallel zum Atomfred
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Napoleon
Anmeldedatum: 01.05.2007 Beiträge: 92 Wohnort: Westfalen - Westphalie, Région de Dortmund
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Verfasst am: Mi, 09. Jul 2008 01:24
Titel: Zwischenfall im Atomkraftwerk Tricastine/Bollène (Vaucluse)
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Wir diskutieren hier über die Gefahren der Atomkraft und im Kernkraftwerk Tricastin bei Bollène im Departement Vaucluse passiert ein ernster Störfall mit Austritt von "schmutzigen Wasser". Die näheren Umstände habe ich nicht verstanden, aber es muß wohl ein erhebliches Ereingnis sein (08.07.08 19/20) _________________ Napoleon
meine Homepage ( renoviert / rénover) als Dank an meine Lieblingsheimat an der provencalischen Côte d'Azur:
www.ledramont.de
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michelmau

Anmeldedatum: 03.12.2006 Beiträge: 617 Wohnort: Elsass
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Verfasst am: Mi, 09. Jul 2008 06:16
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Über den sog. "Zwischenfall" im AKW-Tricastin bei Bollène, hier ein Bericht der AFP (Agence France Presse):
http://afp.google.com/article/ALeqM5hieSiGb2iJrB1yv6rm5pmfnu6_Rg
Aber keine Angst, Leute, unsere Ingenieure haben alles unter Kontrolle!  _________________ Le temps ne fait rien à l'affaire...(G.Brassens)
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Cristobal

Anmeldedatum: 19.09.2006 Beiträge: 983 Wohnort: München/Minga
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Verfasst am: Mi, 09. Jul 2008 09:00
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§1 | michelmau hat Folgendes geschrieben: | Aber keine Angst, Leute, unsere Ingenieure haben alles unter Kontrolle!  |
§2 Sollten unsere Ingeneure mal nicht mehr alles unter Kontrolle haben hat der Liebe Gott allen Atomgläubigen im Lande exklusive Logenplätze mit der unvergleichlichen Aussicht auf die ehemalige Grand Nation zugesagt. Ein 4-gängiges Abendmahl + 1 Flasche Bordeaux inkl (denn Gottseitdank wurde der Weinbau in Bordeaux frühzeitig dem Weltkulturerbe der UNESCO unterstellt und darf somit auch durch einen GAU nicht umgestaltet oder verstrahlt werden)
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Avonlea

Anmeldedatum: 13.04.2008 Beiträge: 91 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: Mi, 09. Jul 2008 11:14
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Das kam ja wie auf Bestellung! Ich habe es gestern abend im Radio gehört und sofort an dieses Forum gedacht.
Also im Endeffekt ist es egal, ob wir durch Atomstrom das Klima retten und an Verstrahlung sterben oder ob wir in einem nicht-radioaktiv verseuchtem Fluss, der wegen der Klimakatastrophe über die Ufer getreten ist, ertrinken.
Es geht doch nur ums Geld. Und jetzt wo wieder dieses Treffen der selbsternannten Weltmächte (und -retter) in Japan ist, steht Deutschland alleine da mit seinem Atomausstieg. Doch damit nicht genug, wenn die Merkel nicht mal selber dahinter steht sondern die Laufzeiten der AKW noch verlängern will, also gar nicht hinter dem steht, was längst beschlossen ist.
Aber Hauptsache, wir senken den Co2-Ausstoß bis zum Jahre 3200 um 20%...
edit: 30.000 Liter radioaktive Flüssigkeit mit 360 Kilogramm Uran waren das !? Na, da brauchen sie auch keine Angaben mehr über die Strahlungswerte machen, glaube ich.
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Cristobal

Anmeldedatum: 19.09.2006 Beiträge: 983 Wohnort: München/Minga
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Verfasst am: Mi, 09. Jul 2008 14:58
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| Zitat: | | edit: 30.000 Liter radioaktive Flüssigkeit mit 360 Kilogramm Uran waren das !? Na, da brauchen sie auch keine Angaben mehr über die Strahlungswerte machen, glaube ich. |
Keine Angst, das war kein angereichertes Uran. Ansonsten würd Südfrankreich jetzt suksessive menschenleer werden...
War nur "Natur"uran (soz. Bio) und damit erheblich weniger belastet.
Dennoch ein Rat für den deutschen Touristen: Die nächsten Tage das Bad links und rechts des Rhonedeltas vielleicht eher mal vermeiden...
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Avonlea

Anmeldedatum: 13.04.2008 Beiträge: 91 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: Mi, 09. Jul 2008 15:22
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Achso... nur Ökouran also.
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michelmau

Anmeldedatum: 03.12.2006 Beiträge: 617 Wohnort: Elsass
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Verfasst am: Do, 10. Jul 2008 07:30
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Die französische Atomlobby ist allmächtig und völlig "undurchsichtig".Man hört oft, sie sei ein "Staat im Innern des eigentlichen Staats."
http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/528/184947/
 _________________ Le temps ne fait rien à l'affaire...(G.Brassens)
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Cristobal

Anmeldedatum: 19.09.2006 Beiträge: 983 Wohnort: München/Minga
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Verfasst am: Do, 10. Jul 2008 11:17
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Kann man daraus schließen, dass in über die franz. Atomlobby nicht geschrieben wird?
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nebenstelle

Anmeldedatum: 06.10.2007 Beiträge: 125 Wohnort: Paris
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Verfasst am: Do, 10. Jul 2008 13:27
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Nicht nichts, aber auf alle Fälle wenig - jedenfalls unter grundsätzlichen Aspekten.
Denn Kernenergie ist hier kein politisches Diskussionsthema sondern ein Faktum, das Prinzip "Frankreich ist nuklear" wird von den tonangebenden Medien ebensowenig hinterfragt wie von den tonangebenden Parteien.
Das vor dem Hintergrund, dass es gar keine realistische Alternative zu geben scheint für die absehbare Zukunft, mit achzig Prozent Abhängigkeit vom Atomstrom und abertausenden Arbeitsplätzen und glänzenden Perspektiven für die Exportwirtschaft. Man darf nicht vergessen, Frankreich hat kein dichtgewobenes Netz von mittelständischen Betrieben wie Deutschland, die das Rückgrat der Exportwirtschaft bilden würden, es ist für sein inneres und vor allem: äusseres Wachstum angewiesen auf eine Handvoll grosser (ehemals staatlicher) Spitzentechnologiekonzerne, darunter eben auch die Areva (bei der der Unfall in Tricastin passierte).
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michelmau

Anmeldedatum: 03.12.2006 Beiträge: 617 Wohnort: Elsass
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nebenstelle

Anmeldedatum: 06.10.2007 Beiträge: 125 Wohnort: Paris
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Verfasst am: Sa, 19. Jul 2008 09:26
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Es muss nun also heissen: .... darunter eben auch die Areva, bei der die Unfälle in Tricastin und Romans-sur-Isère passierten..
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michelmau

Anmeldedatum: 03.12.2006 Beiträge: 617 Wohnort: Elsass
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Verfasst am: Sa, 19. Jul 2008 09:45
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| nebenstelle hat Folgendes geschrieben: | Es muss nun also heissen: .... darunter eben auch die Areva, bei der die Unfälle in Tricastin und Romans-sur-Isère passierten..  |
Richtig, nebenstelle.  _________________ Le temps ne fait rien à l'affaire...(G.Brassens)
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Cristobal

Anmeldedatum: 19.09.2006 Beiträge: 983 Wohnort: München/Minga
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Verfasst am: Di, 22. Jul 2008 19:15
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Jetzt sinds schon Zwischenfälle innerhalb 2 Wochen
Könnte es wohlmöglich sein, dass es sich vor allem um ein Leck im Informationsmanagement der Firma Areva handelt? Also dass plötzlich Zwischenfälle an die Öffentlichkeit kommen, die den Verantwortlichen früher höchstens ein Lächeln Wert waren?  _________________
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michelmau

Anmeldedatum: 03.12.2006 Beiträge: 617 Wohnort: Elsass
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