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25% mehr TVA
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Cristobal



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Verfasst am: Mi, 20. Jun 2007 08:32
Titel: 25% mehr TVA
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Gerüchte besagen, dass die französische Mehrwertsteuer, die -->TVA (Taxe sur la valeur ajoutée) um 25% von 19,6 auf 24,6 Prozent steigen soll. Immerhin war die Regierung Fillon wohl so offen, dies zwischen den beiden Wahlgängen anzukündigen. Was ihr vielleicht auch die eine oder andere Stimme gekostet hat Rolling Eyes

War die TVA eigentlich auch Thema im Präsidentenwahlkampf? Ich fände es befremdlich wenn dem nicht so wäre.

Und ist das schon beschlossene Sache oder nur Stand der aktuellen Diskussion ?

5% auf alles was nicht Grundnahrungsmittel (+Blumen etc...) ist, ist ja ganz schön happig. Scheinbar hat die Regierung Fillon einen Blick auf die sprießende Frühlingswiese Deutschland sich sogleich als Nachahmer der 3%igen MWSt-Erhöhung in Deutschland* betätigt und noch ein paar Prozent draufgelegt. Twisted Evil

*Übrigens hat die CDU vor der Wahl 2005 angekündigt, die MWSt um 2% zu erhöhen, die SPD war gegen eine Eröhung der MWSt. Nach der Wahl und den Koalitionsverhandlungen zw. CDU/CSU und SPD hat man sich dann auf eine MWSt-Erhöhung von 3% "geeinigt" Shocked
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Cristobal



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Verfasst am: Mi, 20. Jun 2007 09:00
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salut !
On parle des rumeurs que la gouvernement Fillon augmentera la TVA de 25 % donc elle se éleverait de 19,6 % à 24,6 %. En tout cas on a annoncé ça entre le deux tours des elections legislatives. (Peut-êtré un fait qu'a couté quelques choix Rolling Eyes )

Est-ce que l'augmentation de la TVA a déjà été un sujet pendant les presidentielles ? (Sinon, je trouve ça serait un peu impudant, ou pas ?)

Est-ce que l'augmentation déjà décidé ou est-ce qu'il s'agit encore d'un état de la discussion actuelle ?

5% plus de la TVA serait assez beaucoup d'argent je trouve. En Allemagne on a augmenté la TVA de 16% à 19% cette année. Peut-être c'etait la rôle de locomotive pour Mr Sarkozy/Fillon. Toutefois on parle que le jardin allemand fleurit maintenant. Wink
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Sonka



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Verfasst am: Do, 21. Jun 2007 19:18
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Das ist bis jetzt nur Diskussion. Und gestern habe ich gehört, sie wird wahrscheinlich zuerst nur in einem Testgebiet eingeführt.

Ob sie überhaupt eingeführt wird, und um wieviel sie erhöht wird, steht alles gar nicht fest.

Da solltest du wissen, es ist keine Ehöhung der MwSt an sich, es ist Teil eines grösseren Plans: um die Beschäftigungslage in Fr und die Kaufkraft zu bessern, möchte die Regierung die Lohnnebenkosten niedriger machen. Da es aber Geld kostet, sollte diese "TVA sociale" den Verlust kompensieren. Eigentlich habe ich zuerst gehört, sie sollte sich nur an importierte Waren anwenden. Obwohl sehr schwierig zu tun, wäre das eine gute Idee gewesen: Leute in Frankreich wird attraktiver und zugleich es wird weniger attraktiv, Waren zu importieren. Aber letzter Zeit höre nicht mehr von dieser Sache mit den Importen...

Mal sehen, was denen noch einfällt!
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Сонька
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Cristobal



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Verfasst am: Sa, 23. Jun 2007 00:33
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Sonka hat Folgendes geschrieben:
Eigentlich habe ich zuerst gehört, sie sollte sich nur an importierte Waren anwenden. Obwohl sehr schwierig zu tun, wäre das eine gute Idee gewesen: Leute in Frankreich wird attraktiver und zugleich es wird weniger attraktiv, Waren zu importieren. Aber letzter Zeit höre nicht mehr von dieser Sache mit den Importen.

Shocked Bist du dir sicher, dass es was bringt nur einheimische Sachen zu kaufen? Renaults werden zum Beispiel auch in der Türkei produziert. Kriegen die nun den normalen Steuersatz, weil es Renaults sind oder den erhöhten, weil sie von türkischen Arbeitern produziert wurden? Ausserdem glaube ich dass eine solche versteckte Importsteuer(Zollsteuer) in Brüssel kaum standhalten würde.


Sonka hat Folgendes geschrieben:
Da solltest du wissen, es ist keine Ehöhung der MwSt an sich, es ist Teil eines grösseren Plans: um die Beschäftigungslage in Fr und die Kaufkraft zu bessern, möchte die Regierung die Lohnnebenkosten niedriger machen. Da es aber Geld kostet, sollte diese "TVA sociale" den Verlust kompensieren

Dieses Argument kennen wir hier in D auch. Aber bedenke, dass praktisch dann jedermann, also auch Erwerbslose, Arbeitslose, Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen und auch Freelancer wie du und ich, die Sozialversicherungsbeiträge vor allem der Arbeitgeber zahlen dürfen und selber dabei leer ausgehen.

Die Ökonomie wir meiner Meinung nach mehr durch psychologische Faktoren beeinflusst als durch irgenwelche halbe Prozentpunkte die plötzlich die Arbeit billiger ist.
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Sonka



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Verfasst am: Sa, 23. Jun 2007 20:44
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Cristobal hat Folgendes geschrieben:
Shocked Bist du dir sicher, dass es was bringt nur einheimische Sachen zu kaufen? Renaults werden zum Beispiel auch in der Türkei produziert. Kriegen die nun den normalen Steuersatz, weil es Renaults sind oder den erhöhten, weil sie von türkischen Arbeitern produziert wurden?
Keine Ahnung! Aber soweit ich verstanden habe, wäre die Renault aus der Türkei besteuert, und nicht die Toyota von Valenciennes.

Cristobal hat Folgendes geschrieben:
Ausserdem glaube ich dass eine solche versteckte Importsteuer(Zollsteuer) in Brüssel kaum standhalten würde.
So denke ich auch. Und eben wegen dieser zwei Punkten sagte ich auch im letzten Posting, dass es meiner Meinung nach schwierig ist, eine solche Massnahme anzuwenden.

Cristobal hat Folgendes geschrieben:
Dieses Argument kennen wir hier in D auch. Aber bedenke, dass praktisch dann jedermann, also auch Erwerbslose, Arbeitslose, Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen und auch Freelancer wie du und ich, die Sozialversicherungsbeiträge vor allem der Arbeitgeber zahlen dürfen und selber dabei leer ausgehen.
Klar. (da verstehe ich aber deinen Satz nicht: wieso "der Arbeitgeber"? Meinst du: alle bezahlen die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber??? Dann sag ich dir gleich, das stimmt nicht, aber vielleicht habe ich falsch verstanden...)
Aber was ich noch heute gerade als Argument gehört habe - und ich finde das macht Sinn: in Frankreich beruht die ganze Sozialversicherung nur auf Lohnbeiträge. Solange viele Leute gearbeitet haben, war das OK. Aber wenn jetzt immer weniger Leute arbeiten, obwohl immer mehr Leute die Sozialversicherung geniessen, könne es nicht mehr weiter und die Finanzierung der Sozialversicherung solle andere Quelle finden.
Und ich finde es eben richtig, dass alle die die Sozialversicherung nutzen, auch dazu beitragen. Ich glaube, die Idee insgesamt ist es, die Arbeit zu rehabilitieren. Heute ist es oft günstiger, nicht zu arbeiten, als zu arbeiten. Die, die arbeiten, verdienen manchmal weniger als die, die zu Hause sitzen. Dazu noch trägt nur der Arbeitende zur Sozialversicherung bei, obwohl er weniger von der Sozialversicherung kriegt. Ja, das heisst Solidarität, aber in solcher Masse heisst es auch schon Unbeschäftigkeit fördern.
Ich bin mir natürlich nicht sicher, ob diese TVA damit hilft. Ich glaube aber, das erfahren wir erst, wenn wir es erstmal probieren. ;)

Cristobal hat Folgendes geschrieben:
Die Ökonomie wir meiner Meinung nach mehr durch psychologische Faktoren beeinflusst als durch irgenwelche halbe Prozentpunkte die plötzlich die Arbeit billiger ist.
Na ja... wenn ein halber Prozentpunkt, schon nicht, klar, aber ich es geht eben nicht um einen halben Prozentpunkt...
Psychologie ist nicht alles, ich habe ein sehr klares Beispiel: Freunde von mir möchten gerne jemanden einstellen, Arbeit haben sie eben 4 Mal mehr, als sie behandeln können, aber sie wollen auch den Kerl nicht den Smic zahlen, denn sie sind der Meinung, es sei keinen anständigen Lohn. Wenn sie aber kalkulieren, wieviel es alles kostet, und es berücksichtigen, das Kerl natürlich nicht so produktiv sein wird, wie der Boss, und dass er nur 35 Stunden arbeiten wird, dann lohnt es sich gar nicht mehr, jemanden einzustellen. Und so bleiben die einfach zu zweit, geht die Arbeitsmenge verloren, und wird keine Arbeitsstelle geschaffen.
Da ist gar keine Psychologie, es sind reine Ziffer.
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Сонька
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Cristobal



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Verfasst am: Do, 28. Jun 2007 12:32
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Sonka hat Folgendes geschrieben:
Klar. (da verstehe ich aber deinen Satz nicht: wieso "der Arbeitgeber"? Meinst du: alle bezahlen die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber??? Dann sag ich dir gleich, das stimmt nicht, aber vielleicht habe ich falsch verstanden...)

Bis vor kurzem galt in D : 50% der Sozialversicherung eines Arbeitnehmers trägt der Arbeitgeber, die anderen 50% der Arbeitnehmer selber. Politisch wird seit Schröder einiges unternommen, die Arbeitgeber zu entlasten.

Sonka hat Folgendes geschrieben:
in Frankreich beruht die ganze Sozialversicherung nur auf Lohnbeiträge. Solange viele Leute gearbeitet haben, war das OK. Aber wenn jetzt immer weniger Leute arbeiten, obwohl immer mehr Leute die Sozialversicherung geniessen, könne es nicht mehr weiter und die Finanzierung der Sozialversicherung solle andere Quelle finden. Und ich finde es eben richtig, dass alle die die Sozialversicherung nutzen, auch dazu beitragen. Ich glaube, die Idee insgesamt ist es, die Arbeit zu rehabilitieren.


Nicht nur in Frankreich ist das so mit der Koppelung Sozialversicherung – Produktionsfaktor Arbeit. Dabei ist die Sozialversicherung ein gesamtgesellschaftliches Projekt, auf der Basis aller Faktoren die zur Produktion von Waren und Dienstleistungen beitragen, darunter auch Geld und Kapitalleistungen
Wo taucht aber der Produktionsfaktor Kapital (Anlagen, Maschinen etc.) beim Erwirtschaften von den Sozialleistungen auf ? Im Gegenteil, je mehr Kapital (Anlagen, Maschinen etc.) eingesetzt werden, desto weniger fällt an Sozialabgaben an. Eine deutliche Benachteiligung des Faktors Arbeit finde ich, der ja in Konkurrenz nicht nur zu irgendwelchen Kollegen in Polen, Tschechien, der Türkei steht, sondern auch in Konkurrenz zum Kapital. Oder das Aktienkapital, dass davon lebt, dass der Faktor Arbeit produktiv ist. Es wird für die Sozialversicherung nicht berücksichtigt

Warum aber den Warenkonsum höher besteuern zur Aufrechterhaltung des Sozialsystems? Das ist meiner Meinung nach nicht besonders logisch. Hat doch gerade der Konsum die letztendlich entscheidende Funktion in der Wirtschaftskette. Was hilft es all die Waren zu produzieren und Dienstleistungen anzubieten, wenn sie letztendlich nicht ge- oder verbraucht werden können, weil sie durch Steuern verteuert sind.

5% mehr TVA bedeuten doch, dass der Konsument/Verbraucher, der in der Mehrheit ja ein begrenztes Budget/Einkommen hat, sich eben auch um 5% weniger Waren/Dienstleistungen leisten kann, weil die Waren/Dienstleistungen die er konsumiert/kauft ja 5% teurer sind. Der Verbrauch an Waren und Dienstleistungen sinkt also -> folglich kann weniger produziert werden -> folglich kann weniger an Arbeit gebraucht werden. Bleibt also nur noch eine hohe Exportquote, um das Schiff auf Kurs zu halten. Da sind gerade die Deutschen ja immer wieder Weltmeister -> ein Grund für den jetztigen Aufschwung.

Sonka hat Folgendes geschrieben:
Heute ist es oft günstiger, nicht zu arbeiten, als zu arbeiten. Die, die arbeiten, verdienen manchmal weniger als die, die zu Hause sitzen.

Das war auch der Ansatzpunkt des „berühmten“ deutschen Reformmodells der Ära Schröder: Arbeit muss sich wieder lohnen. Was aber heißt lohnen ? Heißt es, dass Arbeit angemessen belohnt wird, oder dass man einfach dafür sorgt, dass Arbeit grundsätzlich mehr einbringt als Nicht-Arbeit.
Man sollte bedenken, dass Sozialleistungen für Nicht-Arbeit ja nach gewissen Sozialstandards bemessen werden, die ein menschenwürdiges Dasein garantieren sollen. Verdient man also mit Arbeit weniger als durch Sozialleistungen, dann genügt der Lohn der Arbeit nicht einmal mehr diesen Standards.
Was hat also die deutsche Regierung (SPD/Grüne) gemacht. Sie haben die Sozialleistungen gekürzt und die Menschen in prekäre Arbeitsverhältnisse (ab 1 EURO aufwärts) gezwungen. Einen Mindestlohn gibt es in D ja nur branchenweise. Durch diese schlecht bezahlten Arbeitsverhältnisse entsteht aber ein ungeheurer Lohndruck auf die bereits vorhandenen besser bezahlten Arbeitsverhältnisse. Noch schlimmer. Die Regierung hat den Unternehmen Tür und Tor geöffnet die Tarifverträge mit den Gewerkschaften zu umgehen. Heute rekrutieren immer mehr Unternehmen Arbeitnehmer in ausgelagerten (oft selbst gegründeten) Leihfirmen, die sie mit 20-40% weniger Geld entlohnen. Teilweise verrichten bei Firmen wie BMW Arbeiter am selben Fließband die selbe Tätigkeit, ihr Lohn unterscheidet sich aber erheblich voneinander.
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